Optische Systeme der Zukunft

Das Projektkonsortium fo+ erhält den Wissenschaftspreis »Forschung im Verbund« des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft für innovative Ansätze zur Fertigung von Freiformen.

asphericon CEO Sven R. Kionte (5. v.l.) mit den anderen Preisträgen am Abend der Fraunhofer-Jahrestagung in den Bolle-Festsälen Berlin (© Fraunhofer | Ines Escherich)

Wissenschaftspreis „Forschung im Verbund“ für Freiform-Cluster in Jena

Jena, Mai 2018: Das Projektkonsortium fo+ erhält den Wissenschaftspreis »Forschung im Verbund« des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft für innovative Ansätze zur Fertigung von Freiformen. Im Rahmen der Fraunhofer Jahrestagung wurden asphericon, das Fraunhofer IOF und alle weiteren Industriepartner vergangene Woche in Berlin mit dem mit 50.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet.

Angewandte Forschung im Verbund                                                                                        

Mit dem Preis „Forschung im Verbund“ werden wissenschaftlich Verbundprojekte der angewandten Forschung prämiert, die Wirtschaftsvertreter und/oder Forschungsorganisationen gemeinsam mit Fraunhofer Instituten bearbeiten. Gastrednerin Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, betonte während der Verleihung die zentrale Rolle des Menschen für die Bedeutsamkeit technischer Lösungen. „Sie werden erst dann in großem Maßstab nachgefragt, wenn Menschen überzeugt sind, dass neue Technik ihnen hilft, ihr Leben nach ihren Maßstäben und Wünschen zu gestalten.“ Dabei ist auch die Bereitschaft für Kooperationen durch verschiedene Instanzen maßgeblich. „Die fruchtbare Zusammenarbeit von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiger Schlüssel für unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ Wie erfolgreich jene Überzeugung und Kooperationsbereitschaft sein können, zeigt das Jenaer Freiform Projekt.

 

asphericon CEO Sven R. Kionte (5. v.l.) mit den anderen Preisträgen am Abend der Fraunhofer-Jahrestagung in den Bolle-Festsälen Berlin (© Fraunhofer | Ines Escherich)

Projektteam fo+

Unter der Beteiligung der asphericon GmbH erforschten die Industriepartner und das Fraunhofer IOF zusammen mit der Universität Jena das Potenzial freiformoptischer Systeme. Bestehende technische Herausforderungen konnten durch die vielfältigen Kompetenzen des Verbunds bewältigt werden. Es entstand eine ganzheitliche Technologie-Plattform, die im Rahmen des Programms »Innovativer regionaler Wachstumskern« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und nun von der Fraunhofer-Gesellschaft prämiert wurde.

Effizienter, leichter, kleiner – Freiformen

Im Zeitalter der Digitalisierung werden auch von Optiken neue Funktionen und Leistungsansprüche abverlangt. Durch ihre beliebig formbaren Oberflächen gelten Freiformen als besonders vielversprechende Technologie, da sie neben ihrer kompakten Bauweise deutlich bessere Abbildungseigenschaften aufweisen. Dabei ist die Idee hinter Freiformen nicht neu, konnte sich in der Wirtschaft nur noch nicht durchsetzen. Bisher mangelte es dazu an einer zusammenhängenden technologischen Fertigungskette. Eben diese zu entwickeln, war ein Anliegen des Kooperationsprojektes.

Rolle der asphericon GmbH

Die asphericon entwickelte im Rahmen des Wachstumskernes “FREEFORM OPTICS PLUS (fo+)” ein Bearbeitungsverfahren für freigeformte optische Flächen verschiedener Materialien (UV, VIS, IR). Einsatz finden diese z.B. in Thermografiesystemen für Fahrassistenzsysteme. Darüber hinaus beteiligte sich das Unternehmen an Grundlagenarbeiten im Optik- und Mechanikdesign, Methoden zur Aufbringung von optischen Schichten auf stark öffnenden Freiformflächen, der Strukturierung und Erzeugung diffraktiver Flächen sowie der Entwicklung von Montageverfahren für den Einbau von Freiformen.

Weiterführende Informationen zu den Projektergebnissen erhalten Sie im Artikel „Freiformflächen revolutionieren optische Systeme“ im Magazin Photonik (Ausgabe 6.2016) und unter photonik.de.

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Dr. Thomas Hegenbart

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